BCG-Impfnarbe: Warum so viele Menschen diese Markierung am Oberarm tragen

28. Mai 2026
1 Minute Lesezeit

Ein Tweet der türkischsprachigen Nutzerin @hallederizdila hat auf X eine breite Diskussion ausgelöst. Mit der Frage „Warum hat diese Impfung bei uns allen diese Narbe hinterlassen, kann mir jemand das wissenschaftlich erklären?“ und einem Nahaufnahme-Foto einer charakteristischen Hautnarbe erzielte der Beitrag binnen 22 Stunden 1,6 Millionen Aufrufe.

Die Antwort liefert die Medizin: Bei der abgebildeten Narbe handelt es sich um das typische Ergebnis der BCG-Schutzimpfung gegen Tuberkulose. Anders als die meisten Impfungen wird BCG nicht in den Muskel, sondern direkt in die Haut injiziert. Diese intrakutane Verabreichung löst eine lokale Immunreaktion aus: An der Einstichstelle bildet sich zunächst eine Papel, die sich zu einer Pustel entwickelt und nach dem Aufplatzen das charakteristische strahlenförmige Narbenbild hinterlässt.

In zahlreichen Ländern – darunter die Türkei, Frankreich und Russland – gehörte die BCG-Impfung über Jahrzehnte zum Standard-Impfprogramm für Säuglinge und Kleinkinder. In Deutschland empfahl die Ständige Impfkommission die Impfung bis 1998, weshalb sie vor allem bei Menschen mittleren Alters verbreitet ist. Die Narbe sitzt meist am linken Oberarm und gilt in vielen Kulturen als generationsverbindendes Merkmal.

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