Google hat die lang ersehnte Funktion zur Änderung der primären Gmail-Adresse nun auch in Deutschland freigeschaltet.
Gut ein halbes Jahr nach dem Start in den USA können Nutzer hierzulande ihre bestehende E-Mail-Adresse anpassen, ohne ein neues Konto anlegen zu müssen. Der US-Konzern schaltet die Möglichkeit derzeit schrittweise frei.
Wer in der Vergangenheit eine unpassende Adresse gewählt oder nach einer Heirat den Nachnamen geändert hat, muss nicht länger auf den alten Nutzernamen verzichten oder aufwendig Daten in ein neues Konto migrieren. Die alte Adresse wird nach der Umstellung nicht gelöscht, sondern bleibt als Alias aktiv. Eingehende Nachrichten an die bisherige Adresse landen weiterhin im selben Posteingang. Auch die Inhalte in anderen Google-Diensten wie Drive oder Fotos bleiben vollständig erhalten.
Google hat für das Feature klare Einschränkungen festgelegt. Nach jeder Adressänderung gilt eine Sperrfrist von zwölf Monaten, in der keine weitere Änderung vorgenommen werden kann. Insgesamt ist der Vorgang auf dreimal begrenzt, sodass pro Konto maximal vier verschiedene Adressen möglich sind.
Die Änderung erfolgt ausschließlich über den Browser unter myaccount.google.com. Dort wählen Nutzer den Bereich „Persönliche Daten“, klicken auf den Eintrag zur E-Mail-Adresse und folgen den weiteren Schritten zur Eingabe und Bestätigung der neuen Adresse.
Für Android-Nutzer ist nach der Umstellung mit zusätzlichem Aufwand zu rechnen. Das Betriebssystem meldet das Konto in manchen Fällen temporär ab oder wechselt auf ein eingerichtetes Zweitprofil, was eine Flut an Fehlermeldungen und Benachrichtigungen auslösen kann. In Apps wie Google Maps oder Google Pay ist anschließend häufig eine manuelle Neuanmeldung erforderlich. Auch bei vernetzten Smart-Home-Geräten kann es zu Verzögerungen bei der Datensynchronisation kommen.
